Hier finden Sie die verschiedenen Unterrichtsangebote
der dreijährigen Ausbildung.

1. Grundlagen

  • Erarbeitung pädagogischer Grundbegriffe anhand der anthroposophischen Entwicklungspsychologie R. Steiners.
  • Menschheitsgeschichtliche Aspekte, Kulturepochen vom Altertum bis Neuzeit.
  • Seminaristische Textarbeit an dem Buch Rudolf Steiners „Erziehung des Kindes“ und „Theosophie“.
  • Entwicklungsmerkmale und Verläufe des Kindes in der vor- und nachschulischen Betreuung.
  • Themen zur leiblich-hygienischen Entwicklung des Kindes; Embryologie, Sinneslehre, Konstitutionsbilder.
  • Schulungsweg im pädagogischen Beruf, Reflexion des eigenen Lern – und Rollenverhaltens, Spurensuche in der eigenen Biografie.

2. Fachdidaktik

  • Die Nachahmefähigkeit des Kindes in den ersten Lebensjahren sowie die Orientierung an der Autorität in der Erziehung des Schulkindes.
  • Religiöse Erziehung und Pflege in Kindergarten und Hort, der christliche Jahreslauf und seine Feste.
  • Pflege des Musikalisch-Rhythmischen, Pflege der motorischen und sprachlichen Entwicklung, Sinnespflege.
  • Finger-Handgestenspiele, Erzählübungen an Versen, Märchen und rhythmischen Geschichten, Tischpuppen – und Marionettenspiel.
  • Hand- und Werkarbeiten mit verschiedenen Materialien (Holz, Ton, Papier, Textilien, Wolle).
  • Leitlinien zur Beobachtung und Dokumentation kindlicher Entwicklung.
  • Die rhythmischen Lebensprozesse, Gestaltung von Tages – und Jahresverlauf.
  • Das soziale Umfeld von Kindergarten und Hort, Selbstverwaltung, Zusammenarbeit im Kollegium und mit Eltern, Öffentlichkeitsarbeit.

3. Künstlerische Übungen

  • Eurythmie – Entwickeln von Empfindungen verschiedener Raumdimensionen, die eigene Bewegung im Verhältnis der Bewegung Anderer zu erleben und gleichzeitig Sprachrhythmen, Lautgebärden und Musik zum Ausdruck zu bringen.
  • Plastizieren – Schöpferisch übender Umgang mit plastischem Material (Ton, Wachs, Stein), bewegte und lebendige Formen im plastischen Tun erfahren und wahrnehmen lernen, Erkenntnisorgane für Lebensprozesse entwickeln.
  • Malen – Das Wesen einzelner Farben erkennen, die Wirkung von Farben auf den Menschen erleben, Farbkreis und Komplementärfarben im künstlerischen Prozess handhaben, Aquarell– und Schichttechnik, Schwarz–Weißtechnik kennenlernen.
  • Sprachgestaltung – Erüben von epischen, lyrischen und dramatischen Elementen der Sprache, Vokale und Konsonanten im Ausdruck wesensgemäß anwenden, den freien Gebrauch der eigenen Stimme erüben.
  • Musik – Einüben von Kinderliedern, eigenhändiges Spielen auf der Kinderharfe, Improvisationsübungen mit anderen Klanginstrumenten.

4. Die Projektwochen im 3. Ausbildungsjahr

  • Das dritte Jahr dient vornehmlich der Vertiefung der Waldorfpädagogik, dem Austausch und der Reflexion eigener praktischen Erfahrung, die eine dreitägige Hospitationen in anderen Waldorfeinrichtungen mit einschließt.
  • Ein weiterer Schwerpunkt ist das soziale Umfeld einer Waldorfeinrichtung mit Fragen zur Selbstverwaltung und Organisation, Zusammenarbeit im Kollegium und mit Eltern und die Einbeziehung berufsbiografischer Aspekte in sozialen Berufen.
  • Es soll auf das abschließende Kolloquium mit Freiarbeitszeiten und Betreuungsgesprächen vorbereiten.
  • Ebenso werden künstlerisch-praktische Einheiten (z. B. Puppennähen, Pflanzenfärben, bewegliche Bilderbüche anfertigen) angeboten.

5. Unterrichtsmethoden

  • Alle Themen werden in Form von Impulsreferaten durch Fachdozenten, Gruppengesprächen und Erfahrungsaustausch, Kleingruppenarbeit und praktischen Übungen bearbeitet.